Joe Laschet

Joe Laschet über Jogginghosen am Flughafen: „Das ist respektlos“

Mode-Influencer Joe Laschet hat mit einer klaren Ansage eine hitzige Debatte losgetreten: Wer im Flugzeug in Jogginghose oder Pyjama sitzt, zeigt aus seiner Sicht wenig Respekt gegenüber Mitreisenden und Flughafenpersonal. Was der Sohn des früheren CDU-Chefs Armin Laschet genau gesagt hat, warum das Thema gerade jetzt zur Urlaubszeit so viele Menschen bewegt und was er stattdessen empfiehlt, lest ihr hier.

Was hat Joe Laschet gesagt?

In einem Interview mit der Deutschen Presse-Agentur (dpa) äußerte sich der Aachener Stil-Experte unmissverständlich zur Reisekleidung vieler Deutscher. Er beobachte seit Jahren einen Trend zur totalen Bequemlichkeit auf Flugreisen: Menschen in verwaschenen Pyjamahosen, mit Nackenkissen behängt oder eben in ausgeleierten Jogginghosen unterwegs. Sein Fazit dazu ist deutlich – ein Flughafen sei schließlich kein Schlafzimmer.

Wichtig ist Laschet dabei eine Klarstellung: Er spricht niemandem das Recht ab, sich anzuziehen, wie er möchte – Deutschland sei schließlich ein freies Land. Trotzdem stört ihn die dahinterstehende Haltung, dass einzig und allein die Bequemlichkeit zähle, egal wie man dabei auf andere wirkt.

Warum Laschet Jogginghosen für respektlos hält

Der Kern seiner Kritik: Wer sich komplett gehen lässt, missachtet stillschweigend die Menschen um sich herum. Das betrifft laut Laschet nicht nur Mitreisende, sondern auch das Flughafen- und Flugpersonal, das selbst häufig in Hemd, Krawatte oder High Heels arbeitet. Besonders plastisch formulierte er sein Bild eines Reisenden, den er nicht sehen möchte: einen älteren Herrn im Gang, angezogen mit alter Jogginghose, Fußballtrikot und Sandalen.

Für Laschet ist das ein Symptom einer allgemeinen „Schluffigkeit“, die sich vor allem bei vielen Deutschen breitgemacht habe – die Einstellung, dass das Aussehen völlig egal sei, solange es bequem ist.

Die Alternative: Loungewear statt Jogginghose

Das häufig vorgebrachte Argument, es fehle schlicht an bequemen Alternativen zur Jogginghose, lässt Laschet nicht gelten. Seine Antwort darauf ist die sogenannte Loungewear: elegante, klassisch geschnittene Hosen aus dehnbarem Jerseystoff mit Gummibund. Damit lasse sich seiner Meinung nach problemlos ein Look kombinieren, der gleichzeitig bequem und stilvoll wirkt – ganz ohne auf Komfort zu verzichten.Joe Laschet

Wie Joe Laschet selbst reist

Laschet lebt seine eigene Philosophie konsequent vor: Er reist eigenen Angaben zufolge grundsätzlich im Anzug, beim Fliegen trägt er meistens sogar Krawatte. Für ihn sei ein gut geschnittener Anzug aus hochwertiger Wolle keineswegs unbequem, sondern im Gegenteil eines der angenehmsten Kleidungsstücke überhaupt – anpassungsfähig und weich auf der Haut.

Für den Modeexperten ist eine Flugreise mehr als reiner Transport von A nach B. Er beschreibt sie als besondere Gelegenheit, eine „Occasion“, bei der ihm das kosmopolitische Flair des Flughafens und die Begegnung mit anderen Reisenden gefällt.

Wer ist Joe Laschet?

Joe Laschet ist Blogger, TV-Persönlichkeit und Mode-Influencer aus Aachen mit Schwerpunkt auf klassischer Herrenmode. Auf Instagram folgen ihm mehr als 100.000 Menschen, zuletzt war er auch in der „Stefan Raab Show“ bei RTL zu Gast. Bekannt ist er zudem als Sohn von Armin Laschet, dem ehemaligen Ministerpräsidenten von Nordrhein-Westfalen und früheren CDU-Bundesvorsitzenden.

Eine Debatte mit zwei Seiten

Laschets Aussagen treffen erkennbar einen Nerv – die Reaktionen darauf fallen gespalten aus. Auf der einen Seite stehen jene, die ihm zustimmen: Reisen sei eben doch etwas Besonderes, und ein Mindestmaß an gepflegtem Auftreten schade niemandem. Auf der anderen Seite gibt es viele, die entgegenhalten, dass lange Flüge, frühe Abflugzeiten und stundenlanges Warten am Gate ganz praktische Gründe für bequeme Kleidung liefern – und dass Stilvorschriften am Flughafen niemanden etwas angehen sollten.

Fest steht: Die Diskussion um die richtige Reisekleidung dürfte gerade jetzt, zur Ferien- und Hauptreisezeit, viele Menschen beschäftigen – und Joe Laschets pointierte Meinung dazu liefert reichlich Gesprächsstoff für die nächste Wartezeit am Gate.

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