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Clara von Nathusius: JU-Schatzmeisterin & Biografie

Clara von Nathusius: Biografie, politisches Engagement und Familiengeschichte

Clara von Nathusius ist eine deutsche CDU-Politikerin und Aktivistin, die seit Oktober 2024 als Bundesschatzmeisterin der Jungen Union amtiert und 2023 die Initiative „Fridays for Israel“ mitgegründet hat. Die 30-Jährige stammt aus der alten deutschen Adels- und Unternehmerfamilie von Nathusius und ist die Urenkelin des Widerstandskämpfers Ulrich Wilhelm Graf Schwerin von Schwanenfeld, der am Attentat vom 20. Juli 1944 gegen Adolf Hitler beteiligt war. Im November 2024 wurde sie in Berlin für ihren Einsatz gegen Antisemitismus ausgezeichnet, im September 2026 sorgte sie mit offener Kritik an der CDU-Strategie gegenüber der AfD für Schlagzeilen.

Wer ist Clara von Nathusius?

Clara von Nathusius ist eine junge deutsche Aktivistin und Kommunikationsexpertin, die durch ihr Engagement gegen Antisemitismus und für das Existenzrecht Israels bekannt geworden ist. Seit dem 12. Juni 2025 leitet sie das Referat Presse, Soziale Medien & Website im Kommunikationsstab von Wolfram Weimer, dem Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien. Zuvor war sie als Managerin im Bereich Strategy & Transactions bei der Unternehmensberatung EY-Parthenon tätig.

Beruflicher Werdegang: Von der CDU zur Bundesregierung

Nach ihrem Studium der Betriebswirtschaftslehre begann Clara von Nathusius ihre politische Laufbahn im Team des ehemaligen CDU-Generalsekretärs Paul Ziemiak. Während des Bundestagswahlkampfs 2021 übernahm sie eine zentrale Rolle in der Mobilisierungskampagne der CDU und des Kanzlerkandidaten Armin Laschet: Sie koordinierte und betreute dabei 254 Wahlkreiskandidatinnen und -kandidaten. Anschließend wechselte sie in die Privatwirtschaft und arbeitete ab 2023 als Managerin bei der Unternehmensberatung EY-Parthenon im Bereich Strategy & Transactions. Zum 12. Juni 2025 wechselte sie schließlich in den Kommunikationsstab von Kulturstaatsminister Wolfram Weimer und übernahm dort die Leitung des Referats Presse, Soziale Medien & Website. Parallel zu ihrer beruflichen Laufbahn engagiert sie sich seit Oktober 2024 als Bundesschatzmeisterin im Bundesvorstand der Jungen Union, der Jugendorganisation von CDU und CSU.

Was ist „Fridays for Israel“?

„Fridays for Israel“ ist eine überparteiliche Initiative junger Menschen in Deutschland, die Clara von Nathusius gemeinsam mit weiteren Mitgliedern des Bundesvorstands der Jungen Union mitgegründet hat, darunter Tim Gräfe. Ausgangspunkt war der Terrorangriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023. Erstmals demonstrierte die Initiative am 10. November 2023 vor der Freien Universität Berlin, unter anderem mit Unterstützung des CDU-Politikers Michel Friedman. Die Initiative macht auf die Situation jüdischer Schülerinnen, Schüler und Studierender in Deutschland aufmerksam und setzt sich öffentlich für das Existenzrecht Israels ein. Trotz des ähnlich klingenden Namens besteht nach Angaben der Gründer:innen keine organisatorische Verbindung zur Klimabewegung „Fridays for Future“.

Welche Rolle spielt ihr Urgroßvater beim 20. Juli 1944?

Ein zentraler Bezugspunkt in Clara von Nathusius‘ Biografie ist ihr Urgroßvater Ulrich Wilhelm Graf Schwerin von Schwanenfeld. Er war Teil des Kreises um Claus Schenk Graf von Stauffenberg und beteiligte sich am gescheiterten Attentat auf Adolf Hitler am 20. Juli 1944. Für seinen Widerstand wurde er zum Tode verurteilt und am 8. September 1944 im Gefängnis Berlin-Plötzensee hingerichtet. Clara von Nathusius besuchte über Jahre Gedenkveranstaltungen zum 20. Juli und ist laut der offiziellen Website der Stiftung 20. Juli 1944 Mitglied eines ihrer Organe. Einen direkten ursächlichen Zusammenhang zwischen der Tat ihres Urgroßvaters und ihrem eigenen Engagement gegen Antisemitismus sieht sie selbst nicht zwingend – sie beschreibt die Verbindung eher als tieferliegend und beruft sich auf einen ähnlichen ethischen Antrieb.

Welche Auszeichnung erhielt Clara von Nathusius?

Im November 2024 wurde Clara von Nathusius im Berliner Hotel Adlon mit dem „Preis für Zivilcourage und gegen Antisemitismus, Rechtsradikalismus und Rassismus“ geehrt. Verliehen wurde die mit 2.000 Euro dotierte Auszeichnung vom Förderkreis des „Denkmals für die ermordeten Juden Europas“ gemeinsam mit der Jüdischen Gemeinde zu Berlin. Anlass war ihr Engagement als Mitgründerin von „Fridays for Israel“ sowie ihr Einsatz gegen Fremdenfeindlichkeit und Diskriminierung. Rahmen der Preisverleihung war das 18. Charity-Dinner des Förderkreises unter dem Motto „Nie aufhören anzufangen! Ein Zeichen setzen gegen Rechts!“, das zugleich die Spendenkampagne „Raum der Namen“ der Berliner Holocaust-Gedenkstätte unterstützte.

Was sagte Clara von Nathusius zur AfD und zur „Brandmauer“?

Im September 2026 rückte Clara von Nathusius als Bundesschatzmeisterin der Jungen Union erneut in den politischen Fokus. Nach dem Wahlsieg der AfD bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt äußerte sie sich am 13. September 2026 in der ARD-Sendung „Bericht aus Berlin“ offen für Gespräche zwischen CDU und AfD, sofern die CDU dazu eingeladen werde. Die politische „Brandmauer“ gegenüber der AfD bezeichnete sie dabei als ein gescheitertes Projekt und kritisierte, die CDU habe sich zu lange lediglich darüber definiert, wogegen sie sei, anstatt eine eigene inhaltliche Position zu formulieren. Zusätzlich übte sie scharfe Kritik an Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU): Sie sprach von einem Glaubwürdigkeitsproblem der Union und äußerte die Einschätzung, dass mit diesem Bundeskanzler keine Wahlen mehr zu gewinnen seien. Als Beleg verwies sie unter anderem auf mehr als 250.000 ausreisepflichtige Personen in Deutschland und forderte eine konsequentere Umsetzung angekündigter Migrationsmaßnahmen.clara von nathusius

Welche Rolle hat Clara von Nathusius in der Jungen Union?

Clara von Nathusius wurde im Oktober 2024 in den Bundesvorstand der Jungen Union gewählt und übernahm dort das Amt der Bundesschatzmeisterin für eine zweijährige Amtszeit. In dieser Funktion verantwortet sie die finanziellen Leitlinien der Jugendorganisation von CDU und CSU und meldet sich zugleich regelmäßig zu bundespolitischen Grundsatzfragen zu Wort. Als politische Forderungen nannte sie unter anderem eine Stärkung der sozialen Marktwirtschaft, eine konsequentere Migrationspolitik und eine gezieltere Familienpolitik. Über ihre Social-Media-Kanäle erreicht sie nach Medienberichten mit ihren Videos Hunderttausende Menschen und gilt damit als eine der einflussreicheren jungen Stimmen innerhalb der CDU.

Aus welcher Familie stammt Clara von Nathusius?

Die Familie von Nathusius zählt zu den traditionsreichen deutschen Adels- und Unternehmerfamilien, deren Wurzeln bis ins 18. und 19. Jahrhundert zurückreichen. Zu den bekannten Mitgliedern zählen unter anderem die Schriftstellerin Marie Nathusius (1817–1857), der Biologe Wilhelm von Nathusius (1821–1899) und die Schriftstellerin Annemarie von Nathusius (1874–1926). Clara von Nathusius wuchs in einem Umfeld auf, das großen Wert auf die Auseinandersetzung mit der eigenen Familiengeschichte legt, insbesondere mit dem Erbe des Widerstands gegen den Nationalsozialismus.

Fazit

Clara von Nathusius verbindet in ihrer Biografie mehrere Stränge: eine berufliche Laufbahn, die von der CDU-Nachwuchsarbeit über die Unternehmensberatung EY-Parthenon bis zur Leitung des Presse- und Social-Media-Referats im Kommunikationsstab von Kulturstaatsminister Wolfram Weimer führt, ein sichtbares gesellschaftliches Engagement als Mitgründerin von „Fridays for Israel“ sowie eine Familiengeschichte, die bis zum Widerstand gegen Hitler am 20. Juli 1944 zurückreicht. Ihre Auszeichnung mit dem „Preis für Zivilcourage“ im November 2024 unterstreicht, wie sie historische Verantwortung und aktuelles politisches Engagement gegen Antisemitismus miteinander verknüpft. Als Bundesschatzmeisterin der Jungen Union, ein Amt, das sie seit Oktober 2024 innehat, sorgte sie im September 2026 mit einer pointierten innerparteilichen Kritik an der CDU-Strategie gegenüber der AfD und an Bundeskanzler Friedrich Merz für bundesweite Schlagzeilen — ein Zeichen dafür, dass sie sich zunehmend als eigenständige politische Stimme innerhalb der Union positioniert.

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